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Luxemburg und Deutschland: Bilaterale Beziehungen

12.02.2020 - Artikel

Die Beziehungen zwischen dem Großherzogtum Luxemburg und der Bundesrepublik Deutschland sind eng und vertrauensvoll, sowohl im politischen, wirtschaftlichen als auch im kulturellen Bereich. Auf Bundes- wie auf Landes-/Regionalebene stehen Regierungsmitglieder und Abgeordnete Luxemburgs und Deutschlands in engem Kontakt. In Luxemburg leben derzeit ca. 13.100 Deutsche, darunter viele Doppelstaater. Zusätzlich kommen rund 44.000 Pendler täglich aus Deutschland zur Arbeit in das Großherzogtum. Darunter sind rund 5.000 Luxemburger, die in Deutschland wohnen.

Große Bedeutung hat die grenzüberschreitende Zusammenarbeit innerhalb der sogenannten Großregion (deutsch-luxemburgisch-belgisch-französischer regionaler Verbund). Das Sekretariat der Großregion ist im luxemburgischen Esch/Alzette angesiedelt. Am 12. März 2018 wurde zur grenzüberschreitenden Berufsbildung eine Vereinbarung zwischen Rheinland-Pfalz und Luxemburg unterzeichnet. 

Deutschland ist der Hauptwirtschaftspartner Luxemburgs mit ca. 27 % des Außenhandelsvolumens. 27,6% der luxemburgischen Exporte gehen nach Deutschland, 27,4% der Importe kommen aus Deutschland. Auch im Finanzbereich bestehen enge Beziehungen.

Luxemburg weist das höchste BIP pro Kopf in der EU auf (101.254 €, geschätzt für 2018). Darin sind auch die Leistungen eingerechnet, die ausländische Pendler erbringen. Das Wirtschaftswachstum lag 2018 bei 3,1%. 

Deutschland und Luxemburg verbinden vielfältige Kulturbeziehungen. Ein bilaterales Kulturabkommen ist seit 1980 in Kraft.

Im Jahr 2003 wurde in der Stadt Luxemburg das trilaterale (Deutschland-Frankreich-Luxemburg) Kulturinstitut Pierre Werner gegründet. Es fördert den kulturellen und intellektuellen Dialog zwischen den Gründungsländern.

Die erst 2003 gegründete Universität Luxemburg bildet zusammen mit fünf anderen Universitäten aus Deutschland, Frankreich und Belgien den Verbund „Universität der Großregion“. Deutschland ist für viele luxemburgische Studenten vor allem in den Geistes- und Naturwissenschaften ein attraktiver Hochschulstandort. Zwischen der Deutschen Forschungsgemeinschaft und dem Fonds National de la Recherche gibt es seit 2009 ein Kooperationsabkommen.

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