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Wirtschaft

04.01.2018 - Artikel

Stand: Januar 2018

Wirtschaftslage, Wirtschaftsstruktur

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf in Höhe von 92.900 Euro (2016) ist mit Abstand das höchste in der EU. 2016 betrug das Wirtschaftswachstum 42 %. Dabei dominiert der Finanzplatz (Fondsindustrie, Banken, Versicherungen) das Wirtschaftsleben Luxemburgs - er machte 2016 27,2% des BIP aus. Unter den Euro-Mitgliedsstaaten genießen nur Deutschland, Luxemburg und die Niederlande ein AAA-Rating. Alle luxemburgischen Großbanken haben den EZB (Europäische Zentralbank)-Stresstest im Oktober 2014 mit sehr guten Ergebnissen bestanden. Beim EZB-Stresstest im Juli 2016 gehörte keine luxemburgische Bank zu den 51 untersuchten Instituten.

Die Regierung fördert die Wirtschaftsbereiche Bio- und Umwelttechnologien, Gesundheitstechnologien, Logistik, Informations- und Kommunikationstechnologien, Kultur und Kreativwirtschaft, um die luxemburgische Wirtschaft auf eine breitere Basis zu stellen und um den Strukturwandel weiter erfolgreich zu gestalten.

Luxemburg hat eine breit aufgestellte mittelständische Wirtschaft, die ein wichtiges volkswirtschaftliches Rückgrat ist. Der Lebensstandard und das Lohnniveau in Luxemburg sind hoch. Löhne und Renten sind an den Lebenshaltungskostenindex gekoppelt und werden in regelmäßigen Abständen angepasst. Lohnauseinandersetzungen sind selten.

Die Gewerkschaften sind mitgliedsstark und haben großen Einfluss. In der so genannten "Tripartite" wirken sie mit Regierung und Arbeitgebern an der Gestaltung der Wirtschafts- und Beschäftigungspolitik mit.

Außenhandel

Deutschland war auch 2016 mit Abstand der wichtigste Außenhandelspartner Luxemburgs (Warenaustausch in Höhe von 8,14 Mrd. Euro), gefolgt von Belgien (7,21 Mrd. Euro) und Frankreich (3,80 Mrd. Euro). 84,8 % seines Außenhandels wickelt Luxemburg mit Mitgliedstaaten der EU ab. Weitere zunehmend wichtige Wirtschaftspartner sind die Vereinigten Staaten, China, Japan, die Türkei und Russland.

Energie- und Umweltpolitik

Die Umweltpolitik und die Ausrichtung auf nachhaltige Entwicklung genießt einen hohen Stellenwert in der Regierungspolitik. Zur Deckung seines Energieverbrauchs ist Luxemburg fast vollständig von Importen abhängig. Die Regierung setzt auf Steigerung der Energieeffizienz und hat das Ziel, bis 2020 11% des Energieverbrauchs aus erneuerbaren Energien zu gewinnen.

Luxemburg ist gemeinsam mit Belgien, Niederlande, Frankreich, Österreich und Deutschland Mitglied im pentalateralen Energieforum, das die grenzüberschreitende Koppelung der Energieversorgungsnetze fördert.

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