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Bundespräsident a.D. Joachim Gauck kommt nach Luxemburg

Bundespräsident a.D. Joachim Gauck

Bundespräsident a.D. Joachim Gauck, © J.Denzel-S.Kugler

09.01.2020 - Artikel

Toleranz und Intoleranz - Antworten auf aktuelle gesellschaftliche Konflikte

Das Trifolion in Echternach veranstaltet zusammen mit der Deutschen Botschaft in Luxemburg eine Vortragsveranstaltung mit anschließendem Gespräch zwischen Bundespräsident a.D. Joachim Gauck und Botschafter Dr. Heinrich Kreft.


Montag 27. April 2020, um 20:00 im Atrium des Trifolion in Echternach


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Der studierte Theologe Joachim Gauck war Mitinitiator des kirchlichen und öffentlichen Widerstandes in der DDR, Beauftragter für die Stasiunterlagen und elfter Präsident der Bundesrepublik Deutschland. Er plädiert für einen breiten politischen Diskurs und eine „kämpferische Toleranz“, die möglichst viele Menschen mit verschiedenen Meinungen in einen Dialog treten lässt.

Die Lebensentwürfe, Wertvorstellungen, religiösen und kulturellen Hintergründe der Menschen werden immer vielfältiger - für manche eine Bereicherung, für nicht wenige eine Last. Der Zustand einer Gesellschaft bemisst sich nicht zuletzt daran, wie sie mit Minderheiten (bspw. Menschen mit Behinderung, LGBTQ-Personen, Zuwanderer) umgeht. Toleranz und Intoleranz zeigen sich nicht nur in gesamtgesellschaftlichen Zusammenhängen oder staatlichem Handeln, sondern gerade auch im individuellen Umgang zwischen den Menschen. Dabei stellen sich Fragen wie: Wie viel Andersartigkeit muss man erdulden? Wie viel kann man erdulden? Wie viel Kritik aushalten? Welche gemeinsamen Regeln müssen bei aller Verschiedenheit gelten?

Joachim Gauck, beleuchtet in seinem Vortrag, warum Gesellschaften für eine Toleranz, die andere Meinungen zulässt, und gegen jede Form der Intoleranz, auch die der „Guten“, die eigentlich für Pluralität und Toleranz eintreten, streiten sollten. Denn erst der tolerante Umgang miteinander ermöglicht das friedliche Zusammenleben. Dabei unterscheidet Gauck jedoch ganz klar zwischen Toleranz und Gleichgültigkeit oder Versöhnlertum. Er versucht, Antworten darauf zu geben, was uns in Zeiten des Umbruchs zusammenhält. Was eine Gesellschaft sowie der Einzelne tolerieren muss und sollte, und wo dabei die Grenzen der Toleranz liegen.


Joachim Gauck ist studierter Theologe und arbeitete viele Jahre als Pastor in Mecklenburg. Er engagierte sich 1989 als Mitinitiator des kirchlichen und öffentlichen Widerstands gegen die SED-Diktatur. Ab März 1990 war er Abgeordneter für das Bündnis 90 in der zum ersten Mal frei gewählten Volkskammer, von 1990 bis 2000 Bundesbeauftragter für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR. Im Jahre 2012 wurde Joachim Gauck zum elften Präsidenten der Bundesrepublik Deutschland gewählt, seine Amtszeit endete 2017. Im Rahmen seines politischen Wirkens wurde Joachim Gauck mit zahlreichen Ehrungen ausgezeichnet, u.a.: mit dem Geschwister-Scholl-Preis, dem Europäischen Menschenrechtspreis, dem Ludwig-Börne-Preis; dem Ehrendoktor der Universitäten Rostock, Jena, Augsburg, Münster, Kiel, der National University of Ireland/Galway, der Hebrew University of Jerusalem, der Université Paris-Sorbonne sowie der Maastricht University.

Quelle: Trifolion


Weitere Infos rund um die Veranstaltung gibt es hier.


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